Welche Rolle spielt Geschlecht in der Wissenschaft heute? Kann es so etwas wie eine feministische Wissenschaftspraxis überhaupt geben? Wie ist es mit dem emanzipatorischen Potential von Wissenschaft bestellt?
In dem Workshop werden wir die geschlechtliche Strukturierung von Wissenschaft diskutieren und unsere persönliche Verstrickung darin reflektieren. Ausgehend von den Einsichten der feministischen Wissenschaftskritik geht es uns einerseits um eine grundlegende Kritik an der herrschenden Wissensproduktion, andererseits um eine gemeinsame Auseinandersetzung mit den alltäglichen Machtpraktiken im wissenschaftlichen Feld. In praktischen Übungen werden wir verschiedene Formen von Sexismus und Maskulinismus in der Wissenschaft – sowohl in ihren Konzepten als auch im täglichen sozialen Umgang – auf den Grund gehen und unsere Erfahrungen mit Wissenschaft austauschen. Im Workshop erarbeiten wir gemeinsam Instrumente und Strategien gegen Sexismus in der Wissenschaft und denken Wege einer alternativen emanzipatorischen Wissenschaftspraxis an.
Wir legen Wert darauf, einen vertrauensvollen Raum zu eröffnen, um eine tiefere persönliche Auseinandersetzung zu ermöglichen.

Ein Workshop von Rosa Costa und Iris Mendel