Informationen für Schulen

Der Beschäftigung mit Medien ist für viele Kinder und Jugendliche inzwischen zu einem festen Bestandteil ihrer Schul- und Freizeitbeschäftigung geworden. Nur sehr selten werden sie jedoch darin unterstützt einen kritischen Umgang mit den reichhaltigen und diversen Medienangeboten zu finden. Allzuoft dominieren rassistische, sexistische, gewaltverherrlichende Stereotype und Diskurse. Reflektierte Deutungsmuster und Handlungsalternativen können sich dabei schwer entfalten. Dennoch legen gerade Kinder und Jugendliche auch viel Kreativität im Umgang mit rigiden Normen an den Tag. Hier setzen wir an um sie dabei zu unterstützen, die vorhandenen Medienkanäle zur Erweiterung ihrer eigenen Entfaltungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume zu nutzen.

Der angesprochene Mangel an Deutungsmustern, Handlungsalternativen und Identitätsangeboten führt oft entweder zu Verunsicherungen im eigenen Handeln oder aber zur Überaffirmation der vorgefundenen und gesellschaftlich vorgelebten vergeschlechtlichten Stereotype. Auch in diesem Fall wird ein reflektierter und bewusster Umgang mit der eigenen Rolle bedeutend erschwert.

Wir unterstützen Kinder und Jugendliche dabei sich mit den vorgefundenen Medienangeboten und Rollenmustern auseinanderzusetzen und diese auf breiterer Gesellschaftsebene einzuordnen. Sie sollen ermächtigt werden strukturelle Mechanismen zu hinterfragen und zu erarbeiteten, in wie weit ihre eigene Mediennutzung hier Handlungsspielräume öffnen könnte. Reflektiertes und solidarisches Handeln soll also nicht nur im unmittelbaren face-to-face-Umgang der Jugendlichen, sondern auch in den von ihnen genutzten Medienwelten ermöglicht werden. Ebenso sind die dort laufenden Diskurse sehr wirkmächtig in den offline-Auseinandersetzungen der Jugendlichen. Der reflektierte und emanzipatorische Umgang mit Medien wirkt somit auch auf den unmittelbaren gemeinsamen Alltag zurück.

KBA Workshops für Jugendliche bieten den Rahmen sich mit diskriminierendem Verhalten zu beschäftigen und in weiterer Folge einen solidarischen Umgang miteinander zu erlernen.